1-2/2008 | Online
Gemeinsames Forschungszentrum für TCM in Peking eröffnet
Am 16. September 2007 wurde in Peking das „Sino- Austrian Collaborating Centre for Chinese Medical Sciences“ eröffnet. Dieses Zentrum ist eine Non-Profit-Institution, welche von der China Academy of Chinese Medical Sciences (CACMS), dem Eurasia-Pacific Uninet und dem TCM-Cluster Austria als wissenschaftliche Plattform gegründet wurde.
Frau Dr. Lu Wang (li) und Univ.-Prof. Gerhard Litscher (re) mit dem Dekan der Beijing University of Chinese Medicine, Prof. Baixiao Zhao (mittig).
Damit sind auch die Rahmenbedingungen für intensive Forschungskooperationen für das im März diesen Jahres gegründete interuniversitäre TCM-Forschungszentrum Graz gegeben. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet dabei die High- Tech-Akupunkturforschung, die vom Biomediziner Univ.-Prof. DI DDr. Gerhard Litscher, Leiter der Forschungseinheit für biomedizinische Technik in Anästhesie und Intensivmedizin der Medizinischen Universität Graz, und seinen Mitarbeiterinnen seit mittlerweile zehn Jahren durchgeführt wird. Zusammen mit Frau Dr. Lu Wang aus seinem Team konnte Prof. Litscher wichtige Forschungsaktivitäten seiner Gruppe bei dieser Veranstaltung und darüber hinaus an zwei renommierten chinesischen Universitäten, der Capital Medical University und der Beijing University of Chinese Medicine, präsentieren.
Akupunktur & High-Tech
Nach der feierlichen Eröffnung des Zentrums fand in Peking das dreitägige „Sino-Austrian Expert Forum for Chinese Medicine“ statt. Neben gezielt ausgewählten Projekten zur Erforschung chinesischer Arzneipflanzen stellt das Projekt der Medizinischen Universität Graz zur High-Tech-Akupunktur, also der Entmystifizierung der Akupunktur mit modernsten technischen Methoden, eine wichtige Brückenfunktion dar. Hauptziel des gegenständlichen Projektes ist es, erstmals die Grazer Grundlagenforschung der Medizinischen Universität Graz auf dem Gebiet der High-Tech- Akupunktur mit notwendigen klinischen Pilotstudien in China zu verbinden. Diese klinischen und auch experimentellen Studien sollen in China von der China Academy of Chinese Medical Sciences (CACMS), der Capital Medical University und der Beijing University of Chinese Medicine durchgeführt werden. Dabei kommt zum Teil in Österreich entwickeltes und wissenschaftlich erstmals erprobtes Equipment und Know-how zum Einsatz. Als ein Ergebnis der Konferenz wurden nun sieben spezielle Projekte aus ganz Österreich ausgewählt, darunter eben das oben erwähnte High-Tech- Akupunkturprojekt der Medizinischen Universität Graz. Damit sind wesentlich erste Schritte für umfassende Untersuchungen auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Akupunkturforschung im Rahmen der bilateralen TCM-Kooperation gesetzt.
Univ.-Prof. DI DDr. Gerhard Litscher
Forschungseinheit für biomedizinische Technik in Anästhesie und Intensivmedizin und
TCM Forschungszentrum Graz Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 29, 8036 Graz
Tel: +43 316/385-3907 oder -83907
Fax: +43 316/385-3908
E-Mail: gerhard.litscher@meduni-graz.at
www.litscher.info (High-Tech-Akupunktur)
www.tcm-graz.at (Forschungszentrum für Traditionelle Chinesische Medizin)
