Wenn die Tage kürzer werden ...
Mit der dunklen Jahreszeit sackt bei vielen auch das Stimmungsbarometer auf den Nullpunkt, es ist ein Anstieg depressiver Störungen um etwa 10% zu verzeichnen. Deutlich häufiger als Männer sind Frauen betroffen – meist in den mittleren Lebensjahren. Während dafür keine stichhaltigen Erklärungen existieren, ist klar: Die saisonale Depression gibt es in allen Ländern der Welt.
In der nördlichen Hemisphäre beginnen die saisonalen Depressionen im allgemeinen im Oktober/November und enden im März/April. Die meisten Patienten entwickeln atypische depressive Symptome wie gesteigerten Appetit auf Süßes sowie Gewichtszunahme. Andere Symptome sind anhaltende Müdigkeit, Isolationsneigung, Interesselosigkeit, Reizbarkeit.
Im Fernen Osten beobachteten traditionell-chinesische Mediziner die Auswirkungen einer Akupunkturbehandlung auf die Depression und konnten den Effekt durch die so genannte Positronenemissionstomographie (PET) nachweisen (siehe Artikel in diesem Heft).
Akupunktur hilft – eine tröstliche Nachricht. Wer gegen die Winterdepression (oder Depression überhaupt) akupunktiert wird, dessen Abwehrenergie, das so genannte Wei-Qi, wird gleichzeitig gestärkt. Das bewirkt eine positive „Nebenwirkung“ der Akupunktur: wenn andere husten und schniefen, bleibt man selbst geschützt!
Kommen Sie gut durch den Winter!
Ihre

Dr. med. Beate Strittmatter
Ausbildungsleitung Deutsche Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin (DAAAM), München
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