Akupunktur 3-4/2008 | Online

Expertenrat

Patienten fragen - Ärzte antworten

Frage:

Stefan: Kann die Akupunktur auch bei einer Entzündung der Achillessehne (mit Knotenbildung) eingesetzt werden? Und wenn ja, ist dies lediglich eine Behandlung des Schmerzes oder auch eine Behandlung der Entzündung selber?

Wissen aus der Praxis: An dieser Stelle beantworten wir Fragen, die von Patienten an uns herangetragen werden.

Antwort:

Die Achillodynie ist eine schmerzhafte Erkrankung der Achillessehne, die selten nur isoliert diese Sehne betrifft, sondern meist auch mit Bewegungseinschränkungen des Kreuzdarmbeingelenks (Gelenk zwischen Becken und Wirbelsäule) und Blockierungen von Wirbelsäulensegmenten einhergeht.

Die Knotenbildung bedeutet im Sinne der chinesischen Medizin, dass der Qi-Fluss, also der Energiefluss, gestört ist und sich an diesen Stellen gestaut hat. Wo Stau ist, kann sich auch eine Überwärmung oder Hitze, also eine Entzündung entwickeln.

Mit den Akupunkturnadeln – an der richtigen Stelle gestochen – kann der Qi-Fluss wieder in Gang gebracht werden. Bei bereits sichtbaren Stauungen oder Knötchen kann das natürlich einige Wochen dauern. Zusätzlich kann auch eine Laserbehandlung von Akupunkturpunkten durchgeführt werden. Ist der Energiefluss normalisiert, bildet sich auch die begleitende Entzündung zurück.

Wichtig ist außerdem zu erkennen, wo die Faktoren sind, die zu einem solchen Stau beigetragen haben: Narben von Operationen oder alten Verletzungen können die Ursache sein. Sie können wie ein Knoten im Schlauch wirken und den Energiefluss hemmen. Die sichere Beurteilung der energetischen Qualität der Erkrankung und das Erkennen von Störherden wie z.B. Narben sind für den Erfolg entscheidend.

Akupunkturärzte, die beide Aspekte der Diagnostik und Therapie beherrschen, finden Sie unter www.akupunktur.de.

Autorin:
Rita Klowersa, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Berlin
Referentin der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin, München
klowersa@aurikulo.de
www.aurikulo.de