Akupunktur 1-2/2010 | Online

Wenn Akupunktur nicht wirkt ...

Wenn ich mir die Vorworte und Artikel ansehe, die ich seit fast zehn Jahren für diese Patientenzeitschrift geschrieben habe, so enthielten sie schwerpunktmäßig Meldungen und Berichte sowie Studien über die Tatsache, dass Akupunktur wirkt und wo sie wirkt.

Heute ist das „ob“ kein Thema mehr. Die Mehrheit der aufgeklärten Patienten wissen, dass sie wirkt und dass sie hilft, ohne Medikamente auszukommen. Auch die Krankenkassen haben nach groß angelegten Studien verstanden, dass hier eine Menge Geld zu sparen ist. Fast jeder Orthopäde hat inzwischen ein Akupunktur-Diplom, auch Allgemeinärzte, Internisten, sogar Chirurgen führen inzwischen Akupunktur aus. Selbst eine große Krankhauskette in meiner Nähe überraschte kürzlich mit der Werbung, sie hätten jetzt eine TCM-Ambulanz.

Dass die Krankenkassen nur bei zwei Diagnosen die Behandlung zahlen (Rückenschmerz und Kniearthrose), hält aufgeklärte Patienten nicht davon ab, bei anderen Erkrankungen auch selbst für die Behandlung aufzukommen. Dies umso mehr, als ja häufig bereits wenige Sitzungen ausreichen. Was aber, wenn die Akupunktur einmal nicht hilft oder der Erfolg nicht lange anhält? Dann liegen in der Regel Störherde vor, die den Erfolg behindern.

Das können z.B. Narben sein, die den Meridian blockieren oder wurzelbehandelte Zähne. Lesen Sie hierzu den Bericht in diesem Heft.

Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen und gesunden Sommer!

Dr. med. Beate Strittmatter

Herzlichst Ihre
Dr. med. Beate Strittmatter
Dr. med. Beate Strittmatter
Ausbildungsleiterin Deutsche Akademie für Akupunktur (DAA), München
E-Mail: Strittmatter@t-online.de

 

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