3-4/2010 | Online
Ohrakupunktur:
Schnelle Wirkung auch bei akuten Fällen
Im Ohr „steckt“ der ganze Mensch, erkannte vor gut fünfzig Jahren der französische Arzt Dr. Paul Nogier. Er hatte festgestellt, dass die Ohroberfläche eine Reflexzone darstellt, auf die alle Organe des Körpers reagieren. Weiter erforscht und entwickelt wurde die Ohrakupunktur (Aurikulomedizin) durch Professor Dr. Frank Bahr, dem Gründer der Deutschen Akademie für Akupunktur.
Heute sind rund 100 Akupunkturpunkte im Ohr bekannt. Sie liegen eng beieinander und müssen vor der eigentlichen Behandlung gesucht werden. Das geschieht meist mithilfe eines Punktsuch-geräts, das den Leitwiderstand der Haut misst oder mittels eines arteriellen Pulsreflexes. Danach werden Nadeln sehr präzise in die aktiven Punkte gesetzt.
Man kann diese Punke auch erfolgreich mit dem Laser behandeln. Hierzu gibt es weitere Informationen unter www.laser-akupunktur.info
Da diese Behandlung häufig noch schneller wirkt als die klassische Akupunktur, wird sie vor allem bei akuten Beschwerden eingesetzt. Als besonders wirksam hat sie sich auch in der Therapie von Suchtkrankheiten (wie Nikotin- und Alkoholabhängigkeit) erwiesen.
Diese europäische „Tochter“ der Akupunktur stößt in letzter Zeit auf immer mehr Interesse, u. a. auch im Mutterland der TCM, in China.
